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Backstage bei Disney’s „Aladdin“

gepostet am 6/10/2019

Wir haben es endlich geschafft, uns das Aladdin Musical auch in Deutschland anzuschauen. Falls du meinen New York Post schon gelesen hast, dann kennst du ja schon grob meine Meinung zum Musical.

Die Backstage Tour hat um 10:30 Uhr gestartet und ich hab natürlich komplett verschlafen und bin gerade mal 2 Minuten vor Beginn angekommen. Also war ich bis dahin schon super gestresst. Unsere Tour Führerin „Ramona“ hat uns direkt auf die Bühne gebracht. Überall auf dem Bühnenboden sind kleine Falltüren und Aufzüge, mit denen Genie auftauchen und verschwinden kann.

Danach durften wir uns die Kostüme ansehen. Sie haben SO viele Kostüme, dass sie sogar zwei Reihen an den Decken befestigt werden mussten und noch dazu ist es die bunteste Umkleide, die ich je gesehen habe. Wenn du bereits Aladdin gesehen hast, dann weißt du wie bunt es ist. Ich durfte Dschinni’s Hose aus „Arabische Nächte“ hochhalten. Armer Dschinni, denn die war wirklich so schwer, dass sie sogar Hosenträger benötigt.

Als wir zu den Requisiten sind, ist mir natürlich sofort die magische Lampe aufgefallen. Es gibt verschiedene Modelle mit verschiedenen Effekten. Die kleinste ist nur dafür da, damit Dschinni sie während „Arabische Nächte“ in seine Hose stecken kann und wurde mit einem 3D Drucker erstellt. Eine weiter kann Nebel versprühen, wenn Dschinni auftaucht.

In der Maske erzählte uns Ramona, dass Dschafar, zusammen mit Genie, mit jeweils 40 Minuten das aufwendigste Make-Up haben. Lustige Geschichte zwischendurch: Nach dem Musical sind wir spazieren gegangen und haben es irgendwie geschafft, vor der Kantine der Darsteller zu stehen und mir ist nicht aufgefallen, dass ich Paolo Bianca (Dschafar) anstarrte und er hat zurück gestarrt. Er hatte immer noch sein Make-Up für die zweite Vorstellung drauf und ich wusste nicht was ich machen soll. Ich habe ihm dann irgendwie total peinlich zugewunken und er hat verwirrt zurück gewunken. Ich bin dann schnell weiter gelaufen.

Wenn Dschinni „So nen Kumpel hattest du noch nie“ singt, werden Feuerwerke abgeschossen. Wusstest du, dass diese Feuerwerke teurer als 200€ jedes Mal sind? Und dass das gesamte Aladdin Equipment (Kostüme, Requisiten, Bühnenbild etc.) einen Wert von mehr als 3.000.000€ hat?

Natürlich kann kein Aladdin Musical bestehen, ohne einen Dschinni der mit seiner Magie Unfug treibt. Das Musical hält dafür einige Wow-Momente bereit und es stellt sich die Frage „Wie machen die das?“. Zumindest einen Trick dürften wir erfahren. Wenn Aladdin sich wünscht ein Prinz zu werden, kommen Tänzer auf die Bühne, die Aladdin verdecken. Einer der Tänzer hat einen Rucksack mit dem Outfit hinter der Abdeckung befestigt, ein weiterer einen Spiegel, damit Aladdin sehen kann, ob alles sitzt. Obwohl ich wusste, wie der Trick funktioniert, war ich trotzdem sprachlos.

Unser Dschinni war der Hammer. Er witzelte mit uns rum, auch wenn das Publikum leider quasi gar nicht auf ihn eingegangen ist. Wie du vielleicht von meinen New York Post weißt, bin ich kein Fan vom „lustigen“ Jago und Dschafar, aber jede wie er mag.

Ich liebe Aladdin seit ich ein kleines Mädchen war und ich liebe den neuen Live Action Film. Das Musical ist gut und entführt dich wirklich nach Agrabah. Um ehrlich zu sein, mag ich die Produktion in Deutschland lieber, als das Orginal vom Broadway. Die ganze Produktion wirkt insgesamt liebevoller und es waren gefühlt einige mehr Tänzer zu sehen. Außerdem finde ich es toll, dass „Stolz auf deinen Sohn“ seine Rückkehr im Musical hat, nachdem es kurz vor knapp aus der Urfassung des Films gestrichen wurde. Ein tolles Musical um dich „in seine Welt“ zu entführen.

Bildnachweis: Szenenbilder von Stage Entertainment GmbH.