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Welt erkunden: New York, USA

gepostet am 5/28/2019

Unser alljährliches Abenteuer hat uns dieses Mal nach New York City geführt. Ich bin zwar bereits ein paar Mal dort gewesen, aber da mein Freund bisher noch nie dort war, haben wir das klassische Touristen Programm gemacht, wie z.B. die Freiheitsstatue.

Unsere Reise begann am 01. März 2019 mit dem Flug von Frankfurt zum JFK International Airport. Die erste Herausforderung war es ein Shuttle, der uns zum Hotel bringen würde, zu finden. Wir wollten kein Taxi nehmen, weil es um die $60 (ca. 54€) gekostet hätte. Nachdem wir 10 Minuten nach den Shuttles geschaut haben, an die ich mich noch von 2012 erinnere (die es wahrscheinlich auch schon gar nicht mehr gibt), haben wir uns für Gold Tours entschieden. Ein Bus der 3x in NYC hält, bei dem du dir aussuchen kannst, wo du aussteigst. Als wir ausstiegen, hatten wir noch einen 20 Minuten Laufweg mit 3 Koffern über Times Square vor uns. Klingt nicht nur stressig, war es auch. Endlich am Hotel angekommen (vor dem wir offen gesagt Angst hatten, weil wirklich niemand jemals von diesem Hotel gehört hatte), waren wir positiv überrascht. Es war wirklich sauber, die Location sehr zentral (in der Nähe vom Times Square und der Metro Station) und die Zimmer wirklich schön und modern. Ich kann das „The Ameritania at Times Square“ Hotel echt empfehlen (Nein, das ist keine gesponserte Werbung, sondern meine persönliche Meinung ;))

Nachdem wir eingecheckt hatten, wollten wir (natürlich) den Disney Store sehen und uns den Times Square genauer anschauen. Leider ist es kaum möglich grade aus zu laufen, ohne von irgendwelchen Leuten angesprochen zu werden, die dir unbedingt ihre Bus Tour andrehen wollen. Wenn man an denen dann vorbei ist, warten dann schon alle möglichen (gruselige) Charakter auf dich. Von Elmo über Prinzessin Anna bis hin zu Hulk. Die Figuren stellen sich einfach neben dich, wenn sie merken, dass du ein Foto machst, und wenn du ihnen kein Geld dafür gibst, fangen sie an zu streiten. Gerade Eltern sind von dieser Masche betroffen, da die Charaktere gezielt Kinder umarmen und dann zum Bild auffordern.

Der Disney Store lässt jedes Disney Herz höher schlagen. Schon allein wegen der Fahrt mit der Rolltreppe, wenn Rapunzels Laternen über einen hinweg fliegen. Danach war es auch schon Zeit für das Eishockey Spiel im Madison Square Garden: Die New York Rangers gegen die Montreal Canadians. Obwohl die New York Rangers verloren haben, war es wirklich schön, ein solches Spiel mitzuerleben, da Eishockey in Deutschland sich in der Spielweise unterscheidet und ganz anders zelebriert wird. Da es nach dem Spiel in Deutschland schon fast 6 Uhr morgens war, sind wir schon allein beim Blick aufs Bett eingeschlafen.

Der nächste Morgen hat sehr früh begonnen, weil ich einfach nicht schlafen konnte. Die Autos haben ständig gehupt und unsere netten Zimmernachbarn haben sich dazu entschlossen, das ganze Hotel an ihrer Rückkehr teilhaben zu lassen. Es war super kalt, es hatte zwischenzeitlich geschneit und ich hatte nur meine dünnen Sportsneaker dabei. Natürlich war ich kaum vor der Tür und bin erst Mal in eine Knöcheltiefe Eispfütze getreten. Meine Schuhe waren triefend nass und wir hatten eine „Behind the Magic Disney Broadyway tour“ anstehen, die größtenteils außerhalb war.

Die Tour war wirklich cool. Unser Tour Guide Corey, welcher auch ein Musical Darsteller ist, war absolut hingebungsvoll und man hat wirklich gemerkt, dass er liebt was er macht. Er hatte uns ein paar Orte gezeigt, uns Broadway Geheimnisse erzählt, all unsere Fragen beantwortet und ein Quiz über Disney und Musicals mit uns gemacht. Der Gewinner hat sogar einen kleinen Preis bekommen.

Mein persönliches Highlight war das Ende der Tour (das klingt so falsch). Wir durften auf die Bühne des New Amsterdam Theatre, in dem gerade Aladdin spielt und durften echte Kostüme und Requisiten von verschiedenen Disney Broadways Musicals anschauen oder anprobieren.

Direkt danach haben wir uns entschieden, einen Überblick über Manhattan auf der Aussichtsplattform des Empire State Buildings zu verschaffen. Bevor unser Urlaub begonnen hatte, haben wir uns den „NY-Pass“ geholt, den ich sehr empfehlen kann. Besonders, wenn du zum ersten Mal New York City bereist. New York City von oben und so verschneit zu sehen, war wirklich schön.

Anschließend sind wir shoppen gegangen, um uns die Zeit zu vertreiben. Unser Abendessen hatten wir im TGI Friday‘s und dann war es auch schon Zeit für unser erstes Boradway-Musical: Aladdin 

Wir haben unsere Tickets über Attraction Tickets gekauft. Beim Kauf kennst du nicht deinen genauen Sitzplatz, zahlst dafür aber weniger, als wenn du deine Plätze selbst bestimmst. Wir hatten jedes Mal die klasse Sitze!

Mir hat das Aladdin Musical gefallen, aber es war mir alles in allem „zu lustig“. Ich mag es nicht, wenn Sachen hinterfragt werden und wenn Dschafar und Jago von der „gruselige Stimme aus dem Jenseits“ sprechen. Dschinni war perfekt. Genau so sarkastisch und lustig, wie er sein muss.

Unser dritter Tag began mit Frühstück im Majestics, in der Nähe von unserem Hotel. Nachdem ich erneut viel zu viel Geld im Disney Store gelassen habe, haben wir uns entschieden, durch den Central Park zu spazieren. Obwohl alles in der Stadt geschmolzen war, war der Park komplett von Schnee bedeckt. Auf einer Eisfläche war ein Kunsteislauf-Wettbewerb und die jungen Mädels waren wirklich gut. Auf dem Spaziergang durch den Park haben wir ein paar schöne Orte entdeckt und sind dann zum American Museum of Natural History, welches man vielleicht aus „Nachts im Museum“ kennt, gelaufen. Da es in unserem NY Pass inklusive war, haben wir uns dazu entschieden, uns drinnen etwas aufzuwärmen und uns die Ausstellung anzuschauen. Normalerweise mag ich Museen, aber das war die Definition von purer Langweilig für mich. Einzig und allein die Dinosaurier Skelette haben gefallen. Nachdem wir dann (so schnell) fertig waren, sind wir zu Gray’s Papaya, mein Lieblings Hot Dog Laden in der Stadt, gelaufen. Mit Sicherheit habe ich bei Weitem noch nicht alle Läden probiert, aber ein Besuch ohne dort gewesen zu sein, ist kein vollständiger Besuch für mich. Das Erscheinungsbild mag zwar nicht ganz so vertrauenswürdig wirken, aber ich habe vor Jahren mal eine Reportage über den Laden gesehen und liebe seither ihre Hot Dogs.

Nachdem wir diesen Teil der Stadt für uns abgeschlossen hatten, haben wir uns dazu entschlossen, noch mal etwas im Hotel aufzuwärmen und dann weiter zum Rockefeller Center, zum Lego Store, zum Trump Tour und zur St. Patrick’s Cathedral zu gehen. Wir sind die 5th Avenue entlang gelaufen und haben unsere Tickets für die Abendvorstellung von Wicked abgeholt. Um uns – mal wieder – die Zeit etwas zu vertreiben, haben wir mit unserem NY Pass das Madame Tussauds besuch, um ein paar lustige Fotos zu machen. Danach war es schon Zeit für das Musical. Ich habe Wicked bestimmt schon 8 Mal gesehen, als es noch in Deutschland war und ich noch ein Kind war. Ich liebe dieses Musical einfach, auch wenn die fliegenden Affen mich in meinen Träume verfolgen.

Der folgende Tag war der einzige Tag ohne ein Musical. Ich hatte vorab gehört, dass man den Disney Store „eröffnen“ kann und dann als kleines Dankeschön eine kleinere Version des Schlüssel bekommt. Tatsächlich wurde ich auserwählt und durfte den Laden eröffnen. Außerdem gab es anlässlich der Prämiere von Captain Marvel ein Angebot, bei dem ein Foto von dir gemacht wird und du draußen auf dem großen Bildschirm über dem Disney Store zu sehen bist. Da man eine solche Chance vermutlich nur einmal im Leben bekommt (sofern man kein Model ist), hab ich nicht gezögert und die Chance ergriffen, am Times Square gezeigt zu werden. 

Nach dem Frühstück sind wir direkt zur Metro und von dort aus mit der U-Bahn zum Ground Zero und 9/11 Memorial gefahren. Es ist jedes Mal wieder heftig dort zu sein und das Museum hat kein Auge trocken gelassen. Es gab einen Raum mit Bildern von allen Opfern und auf Bildschirmen konnte man dann noch mehr Bilder der Opfer sehen und deren Geschichte erfahren. Ich kann einfach nicht verstehen, wie jemand so viele unschuldige Menschen ermorden möchte.

Wir haben gut 4 Stunden in den Museum verbracht, sind dann die Wall Street runter gelaufen und direkt zur Freiheitsstatue. Unglücklicherweise war die letzte Fähre schon abgefahren, weshalb wir zurück zum Times Square gefahren sind, um dort im Olive Garden zu essen. Als es dunkel wurde, sind wir auf die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers. New York City bei nachts ist atemberaubend. Ich war noch nie bei Nacht auf einer Aussichtsplattform und es hat mich wirklich sprachlos gemacht. Die ganzen Lichter waren einfach bezaubern und irgendwie surreal.

Der nächste Tag war bitter kalt. Ich glaube, ich hab noch nie SO kaltes Wetter erlebt. Nachdem wir am Vortag die letzte Fähre verpasst hatten, sind wir diesem Tag direkt zu der Freiheitsstatue gefahren. Noch im Ausgang der U-Bahn Station, wurden wir von einem Typen angehalten, der uns weiß machen wollte, dass er von der Sicherheitskontrolle sei (er zeigte uns einen ziemlich komisch aussehenden Ausweis) und fragte ob wir zu Staten Island oder zur Freiheitsstatue möchten. Die Fähre nach Staten Island ist kostenlos. Lasst euch bloß nichts andrehen. Über diesen Betrug hab ich bereits einiges gehört. In dem Moment in dem du denen sagst, dass du zur Freiheitsstatue möchtest, bringen sie dich zu ihrem „Boot“, welches nur an der Statue vorbei fährt. Nur die offizielle Fähre darf direkt an der Statue halten. Vergesst nicht, dass große Rücksäcke nicht auf der Freiheitsstatue, sowie Ellis Island erlaubt sind. Rucksäcke, Kinderwägen und große Regenschirme sind im Monument nicht erlaubt. Die Sicherheitskontrolle, welche ziemlich versteckt im Battery Park liegt, hat fast eine Stunde unserer Zeit beansprucht, also plant das mit ein.

Als wir endlich von der Fähre runter waren, konnten wir nicht nur die schöne Statue bewundern, sondern auch die wunderschöne Skyline. Leider war es so kalt, dass jeder Teil von unbedeckter Haut einfach nur wehgetan hat. Genießen war daher nicht wirklich möglich und wir haben Ellis Island schnell wieder verlassen.

Anschließend sind wir mit der U-Bahn nach Brooklyn gefahren, weil ich Bilder von der Dumbo Street machen wollte. Von dieser Straße habe ich echt oft gehört und auch gesehen, bin aber selbst nie dort gewesen. Auf dem Weg dort hin musste ich natürlich ausrutschten und mir die Hand aufschneiden. Als wir endlich die Straße gefunden hatten, haben wir ein paar Bilder gemacht und sind etwas durch Brooklyn spaziert. Dann sind wir zurück zum Times Square gefahren, haben uns im Hotel etwas aufgewärmt und sind dann zum Abendessen ins Planet Hollywood gegangen.

Für diesen Abend hatten wir Tickets für das Frozen Musical. Ich hatte nur Gutes darüber gehört, und dass es besser sein soll als das Musical Wicked (was für über ein Jahrzehnt war mein Lieblingsmusical). Ich kenn die Geschichte von der Eiskönigin, bin aber kein großer Fan davon, was wahrscheinlich dem enormen Hype geschuldet ist. Das Musical wiederum war DER WAHNSINN. Wie sie die Szenen realisiert haben, die Kostüme, die neuen Lieder… Ich LIEBE es. Solltest du die Chance haben, es zu sehen, dann schau es dir unbedingt an! 3 Monate später und ich sing die Lieder immer noch.

Jeden Morgen, wenn wir den Broadway runter gelaufen sind, sind wir an einem Restaurant namens „Ellen’s Stardust Diner“ vorbeigelaufen. Und jeden Morgen haben Leute stundenlang dafür draußen in der Kälte angestanden. An diesem Morgen hat keiner gewartet, also haben wir die Chance ergriffen und sind rein, nicht wissend was uns erwarten wird. Es stellte sich heraus, dass es ein Restaurant mit singenden Kellnern und Kellnerinnen ist. Ein Kellner erklärte uns, dass jeder von ihnen nach New York kam, mit dem Traum, ein Musical Darsteller zu werden und es einfach nicht geklappt hat. Mittlerweile können sie aber sagen, dass sie in jedem Broadway Musical zumindest einen ehemaligen Kellner als Darsteller verzeichnen können. Das Essen war super lecker, aber echt teuer. Wir haben $55 (ca. 50€) inklusive Trinkgeld bezahlt, deshalb war es unser erstes, sowie letztes Mal, obwohl ich die Erfahrung nicht missen wollen würde. Während wir dort aßen, bekam ich eine E-Mail, dass ich die Musical Lotterie für König der Löwen gewonnen hatte. Es gibt Lotterien bei denen du dich anmelden kannst, um stark vergünstige Rest-Tickets (normalerweise $30 pro Ticket) gewinne zu können.

Dieser Tag war genau so kalt, wie der Tag davor, vielleicht sogar etwas kälter, deshalb haben wir uns entschieden, alle Touren zu machen, die in unserem New York Pass beinhaltet sind, die keine Reservierung benötigen. Unsere erste Tour hat uns in den Madison Square Garden geführt, wo wir einen Blick hinter die Kulissen werfen durften. Wir durften uns die Umkleidekabinen anstehen, die Lounges und den Bier Raum, während alles für das Elton John Konzert am Abend vorbereitet wurde.

Unsere nächste Tour führte und in die Radio City Hall. Unser Guide war (leider) sehr ambitioniert mit „uns Deutschen“. Sie hatte uns gefragt, ob wir wissen was Disney, ein Musical oder wer Tina Turner ist und selbst, als wir „Ja“ antworteten, erklärte sie uns alles extra, was sehr schnell extrem nervig wurde. Am Ende durften wir noch eine echte Rockette Tänzerin treffen und ihr unsere Fragen stellen.

Weil der Tag nicht mal annährend dem Ende nah kam, es aber viel zu kalt war um irgendwas draußen zu unternehmen, haben wir notgedrungen noch ein paar Museen mit unserem Pass besucht. Zum Abendessen waren wir im Shake Shack (eine bekannte Burgerkette) und anschließend sind wir zum König der Löwen Musical gelaufen. Ich mag das Musical, allerdings war es das schlechteste von all den Musicals, die wir während unseres Aufenthalts in New York gesehen haben.

Am Abreisetag haben wir nur im Applebee’s gefrühstückt und ein paar Souvenirs für Familie und Freunde gekauft. Nachdem uns der Hotel Shuttle abgeholt hatte (und uns auf dem komischsten Weg überhaupt zum Flughafen gebracht hatte), standen wir noch gut 2 Stunden für die Sicherheitskontrollen an, also plant wirklich genügend Zeit vorab ein.

Der Urlaub war wirklich schön und es macht Spaß, die Städte auf unsere Art und Weise zu erkunden. Obwohl es bitter kalt war, hatten wir trotzdem Spaß und werden definitiv wieder kommen, nur das nächste Mal, wenn es etwas wärmer ist.